Aktuelles aus unserem Pfarrverband!

Nr. 16 / 14.04. – 22.04.2018

 

Ein ganz Besonderer

Vor 200 Jahren geboren: Der heilige Bruder Konrad von Parzham

 

Als junge Frau fuhr ich einmal im Monat nach Parzham auf den Venushof. Dort fand am Sonntagabend eine Vesper der Jugend mit ansprechenden Gebeten und Liedern statt. So lernte ich ihn kennen, den Hansl Birndorfer und seine Lebenswelt.

Geboren wird er am 22. Dezember 1818 auf dem stattlichen Bauernhof und getauft am selben Tag, aus Angst, er könnte ungetauft sterben. Johann Evangelist Birndorfer ist das elfte und vorletzte Kind der Familie, fünf starben und je drei Brüder und Schwestern überlebten. Als der Hans 14 Jahre alt ist, sterben die Mutter und zwei Jahre später der Vater. Hans soll Hoferbe sein, so vereinbaren es die Geschwister. Doch es kommt anders.

Als Kind betet der Bub gerne, auf dem Schulweg nach Weng etwa das Rosenkranzgebet. In seiner Kammer steht ein Altar, vor dem Hansl alle Nöte und allen Dank zu Gott bringt. Wallfahrten liebt der junge Mann besonders und legt – ohne zu essen – weite Strecken zurück, um zu beichten und die Messe zu hören. Mit 31 geht er als Kandidat ins Kloster St. Anna nach Altötting. Gehilfe an der Pforte und später Pförtner lassen Bruder Konrad, wie er jetzt heißt, 41 Jahre Dienst tun. Besonders zeichnet ihn das offene Ohr für und die Essensgaben an arme Menschen und Kinder aus. Um 5 Uhr morgens findet er sich täglich zum Gottesdienst in der Gnadenkapelle ein, wo er ministriert. Am 21. April 1894 stirbt Bruder Konrad. 1934 wird er heiliggesprochen.

Das ist lange her. Er hat versucht, Jesus im Leben nahe zu sein. „Das Kreuz ist mein Buch“, sagte er.

Zwei seiner Tugenden sind aktuell, wie nie:

Geduld haben mit allen Menschen und ein Umgang der dienenden Liebe untereinander.

 

Dass sich diese Eigenschaften von Bruder Konrad
auch in ihrem Leben zeigen wünscht Ihnen
Barbara Winkler, Gemeindereferentin